Es war der 26. August 2025. Wir waren zusammen an einem Dreh. Kurz vor der Mittagspause vibrierte ein Handy. Eine WhatsApp-Nachricht. Von Marlen.
 
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Es war der 26. August 2025


Wir waren zusammen an einem Dreh – alle vier. Kurz vor der Mittagspause vibrierte ein Handy. Eine WhatsApp-Nachricht. Von Marlen.

Drei Monate zuvor hatten wir das Filmprojekt aus Respekt fallen gelassen. Wenige Stunden nach unserem ersten Treffen auf dem Hof Obermettlen war Marlens und Stephans Leben ein anderes geworden.

Wir haben kurz pausiert und gelesen.

Und dann noch mal.

«Hallo ihr Lieben. Es ist eindrücklich, wie schnell sich im Leben alles verändern kann. Als wir gemeinsam über unseren Bauernhof liefen bin ich das erste Mal leicht gestolpert. Ein Vorbote der Lähmung, die in 24 Stunden meinen ganzen Körper eingenommen hat. Und so begann der schwerste Weg unseres Lebens. Aber wir haben es geschafft uns gemeinsam aufzurichten und das Schicksal anzunehmen. Und so gehen wir nun Schritt für Schritt in eine neue aber bestimmt auch gute Zukunft. Unser Herz sagt dass wir die Geschichte über die Werte des Herzens trotzdem gerne mit euch schreiben würden. Auch wenn Sie nun eine andere ist.»

Unsere spontane Reaktion, noch am Set: Let's do it.


Eine Kamera sieht viel. Aber manches passiert in dem Moment, wo man aufhört, Filmemacher zu sein, und einfach nur Mensch ist. Das passiert uns bei Marlen und Stephan regelmässig. Stärke und Zerbrechlichkeit im selben Atemzug. Lachen und Weinen ohne Übergang. Das kann man nicht inszenieren. Es ist genau diese ungeschminkte Ehrlichkeit hinter allem, die uns so fasziniert und die wir mit diesem Film in die Welt hinaus-erzählen möchten.


Wir kommen aus der Welt des Werbefilms. Wir wissen, wie man Bilder baut, die verkaufen. Seit Jahren haben wir uns gewünscht, einmal einen Film zu machen, der nicht verkauft – sondern verbindet. Der nicht zum Konsumieren da ist, sondern zum Innehalten.


Wir hatten keine Ahnung, dass dieser Film so beginnen würde.

Kein Briefing. Keine Abnahme. Kein letztes Bild, das schon existiert. Nur das Leben von Marlen und Stephan, das sich weiterdreht – mit oder ohne unsere Kamera. Und die Gewissheit, dass wir als stille Beobachter dabei sein dürfen.


Das ist der Grund, warum wir euch nicht Follower nennen. Nicht Community.

Sondern Mitreisende.


Dieser Film wird nicht in drei Monaten fertig. Wir schreiben Mai 2026 – und der früheste Moment, wo ihr in einem dunklen Saal sitzt und diese Geschichte auf der Leinwand seht, liegt irgendwo in 2027 oder 2028. Wir haben Förderanträge gestellt – beim Bundesamt für Kultur, bei der Filmförderung Zentralschweiz – und warten auf Bescheid.


Und wisst ihr, was uns dabei am meisten überrascht hat?

Wie befreiend es ist, laut zu sagen: Wir machen das zum ersten Mal. Wir werden Fehler machen. Wir wissen nicht, wie das ausgeht.

Marlen und Stephan leben genau das – jeden Tag. Wir versuchen, es ihnen gleichzutun.


Noch etwas, das uns wirklich bewegt: Seit dem Teaser haben sich 480 Menschen für diesen Newsletter angemeldet. Und 9'000 Franken sind als Spenden eingegangen – von Menschen, die diesen Film möglich machen wollen, bevor er überhaupt existiert.

Das verschlägt uns die Sprache.

DANKE. DANKE. DANKE


In den nächsten Monaten nehmen wir euch mit: hinter die Kamera, hinter die Entscheidungen, hinter die Momente, die man nicht plant. Wir erzählen, was wir sehen. Was uns bewegt und was wir lernen.


Eine Frage zum Schluss – die uns wirklich interessiert:

Was hat sich durch Marlens & Stephans Geschichte bis jetzt am meisten in euch verändert?

Schreibt uns. Direkt. Auf diese Mail.

Ueli, Martin, Bastian & Andreas

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